Kontakt

Bitte den Code eingeben:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Gästebuch

Kommentare: 2
  • #2

    Paul Zellin (Sonntag, 30 Juli 2017 19:02)

    Nun hat sich Piers Frage im einzigen Kommentar hier vor zwei Jahren zwar nicht wirklich beantwortet, aber zumindest können wir jetzt dank Deiner Empfehlung die freudige Nachricht verbreiten, dass es außer Dir, Tom, wenigstens noch einen weiteren zeitgenössischen deutschsprachigen Lyriker in Europa gibt, der spirituelle Themen tabulos behandelt! Wir haben Deinen Forum-Autoren DER DIGITALPOET prompt mit einer Auswahl-Galerie seiner Werke bei uns übernommen, das war jetzt perfektes timing, denn die Filiale meiner NoYogaFood-Restaurantkette, in der ich selber koche, hat heute geschlossen und ich sitze nach einer herrlichen spontanen zweitägigen Motorradfahrt an der Küste entlang nach Süden an meinem Computer auf der Terrasse der Lucia Lodge in Big Sur mit Blick auf das endlose Meer) - danke für Deine Empfehlung! Ich erinnere mich: Im ehemaligen Magazin connection spirit (meine letzte publizistische Verbindung zu Deutschland) gab es auch eine Rubrik mit "Visueller Poesie", aber das waren nur normale Texte mit visuellem Hintergrund, nicht also die echte literarische Gattung. Schön, dass es solche "visuellpoetischen" Dichter heute noch (oder wieder) gibt, ich erinnere mich noch an die 60er wie gestern: auch in Amerika wurde "conkrete poetry" bekannt (ich war zeitweise großer Fan von Mary Ellen Solt), aber wir waren dann doch eher mit Typen wie Alan Watts, Kenneth Rexroth und Gary Snyder verbunden. Nun ist das alles schon Zeitgeschichte, die meisten leben sowieso nicht mehr. Eine seltsame Epoche ist angebrochen: die meisten sitzen vor ihrem Computer, sogar in Big Sur wird inzwischen MIT MOBILE MEDITIERT !!! Hätten wir damals auch Wlan gehabt, wer weiß: es wäre nur eine Smartfrancisco Renaissance geworden und Michael Murphys Quantenmensch wäre schon damals ein Quadrataugenmensch...

  • #1

    Pier Zellin (Dienstag, 23 Juni 2015 12:40)

    Eine schöne Idee, viel Erfolg! Aber warum ist Spiritualität heutzutage so selten Thema bei jungen Dichtern? Es wird viel geredet über die Renaissance der Religionen, oder auch über die Überwindung von Religion hin zu einer freien Spiritualität, jedenfalls sind es doch die existenziellen Fragen, die früher auch in der Lyrik behandelt wurden. Ihr schreibt ja auch, dass sich das Festival an "existenzielle tabulose" Lyrik richtet. Warum fragen Dichter heutzutage so selten nach dem tieferen Sinn oder Unsinn des Lebens in ihren Texten? Ich vermisse die "spirituelle Poesie" in unserer Zeit. Zumindest eine nicht-kitschige, anspruchsvolle, originelle, die mehr ist als nur Floskel und metaphysisches Gebet.